0. Überblick

1.Einordnung 2.Zahlen 3.Aussehen 4.Verbreitung 5.Ernährung 6.Feinde 7.Fortpflanzung 8.Verhalten 9.Sinne 10.Besonderheiten 11.Steckbriefquellen 12.Copyright Bild 13.Autorinfo


1. Einordnung

Klasse: Vögel

Ordnung: Kuckucksvögel

Familie: Kuckucke

Art: Kuckuck


2. Zahlen

Länge: 34 cm (davon 15 cm Schwanz)

Spannweite: 60 cm

Gewicht: 130 g (Männchen) 115 g (Weibchen)

Eigröße: 23 x 16 mm

Kükengewicht: 3 g

Geschwindigkeit: 90  km/h (Reisegeschwindigkeit)

Zugstrecke: zwischen 8.000 und 12.000 km

Lebenserwartung: bis 10 Jahre

Sterblichkeit Jungtiere: Aus der grossen Zahl von Eiern überleben durchschnittlich jedoch nur etwa eins bis drei Junge. Das heisst, es gibt eine hohe Sterblichkeitsrate im ersten Frühling und Sommer von etwa 90 %.

Lebensraum: etwa 30 ha / 0,3 km² (allerdings kann das Nahrungsgebiet bis zu 23 km entfernt sein)

Bestand Deutschland: etwa 70.000 Brutpaare

Bestand Mitteleuropa: etwa 500.000 Paare


3. Aussehen

Gefieder größtenteils grau. Flügel spitz. Schwanz abgerundet. Wirkt kurzbeinig im Sitzen. Manchmal wird Schwanz gefächert und angehoben. Unterseite gebändert.


4. Verbreitung

Brutgebiete: sind in der Paläarktis. Nordafrika, Eurasien von Portugal und Irland nach Osten bis Japan und Kamtschatka.

Überwinterung: in Afrika und Asien südlich des Äquators.

Lebensraum: Bewohnt quasi alle Lebensräume von den Steppen bis zu Wälder, sogar Biotope oberhalb Baumgrenzen als auch Kulturlandschaften.

Beobachtung in Deutschland: Mitte April bis Anfang August

Gefährdung: In Deutschland steht er in der Vorwarnliste der Roten Liste der Brutvögel in Deutschland


5. Ernährung

Nahrung: Insekten, Schmetterlingsraupen, Heuschrecken, Käfer, Libellen.

Besonderheit: Weibchen verzehren die Eier möglicher Wirtsvögel.

Typ: Insektenfresser


6. Feinde 

Erwachsenes Tier: Hat aufgrund seiner eher versteckten Lebensweise kaum Feinde zu fürchten, allenfalls Greifvögel wie den Habicht oder den Sperber.

Jungtier: Opfer von Nesträubern wie Marder, Wiesel, Fuchs und Dachs.


7. Fortpflanzung

Geschlechtsreife: im zweiten Lebensjahr

Partnersuche: Promiskuität (Sexueller Kontakte mit relativ häufig wechselnden verschiedenen Partnern oder parallel mit mehreren Partnern.)

Paarungszeit: April bis Juni

Balzritual: Männliche Kuckucke locken Weibchen mit dem Kuckucksruf. Es kann auch zur Präsentation von Gras, kleinen Zweigen oder Raupen durch das Männchen kommen, die jedoch nicht dem Weibchen übergeben, sondern vor diesem abgelegt oder fallen gelassen werden.

Paarungsakt: Das Männchen steigt auf das sich duckende Weibchen

Eiablage: Ende April bis Mitte Juli, orientiert sich an Wirtsvogel. Kuckuck legt einEi direkt nachdem Wirtsvogel Eier gelegt hat, so dass das Kuckuckjunge zuerst schlüpft und die anderen Eier im Nest rausschmeißen kann. Kuckuckweibchen plündern auch Gelege die bereits zu weit sind und legen dann ihr Ei ins Nest. Eiablage dauert nur wenige Sekunden, meist spät am Nachmittag oder in der Dämmerung. Es wird ein Ei ausgetasucht indem das Weibchen ein Ei des Wirtvogel in Schnabel packt und dafür das eigene hineinlegt. Ei ist in Färbung dem Wirtsvogelei identisch!

Brutzeit: nur 12 Tage, durch den Wirtvogel

Kuckucksjunge: In den ersten 4 Tagen seines Lebens schmeißt er alle anderen Eier aus dem Nest. Nach 20 Tagen ist er flügge.

Wirtsvogelarten in Deutschland: Neuntöter, Bachstelze, Zaunkönig, Gartengrasmücke, Sperbergrasmücke

Geburtstermin: Mai, Juni, Juli (je nach Wirtsvogel)

Nestlingsdauer: 19 -24 Tage

Gelegegröße: In einer Saison werden bis zu 25 Eier durch ein Weibchen gelegt.

Jungtiermuttertrennung: Keine. Kuckuck kennt seine Mutter nicht.


8. Verhalten

Sozialstruktur: Territorial. Einzelgänger.

Zugvogel: Langstreckenzieher (überwiegend nachts)

Aktivzeit: Tagaktiv

Nacht: Schlafen sitzend in Bäume


9. Sinne

Sehen: Gut

Hören: Gut

Riechen: Gut

Sprache: Vögel kommunizieren nicht nur über Laute/Gesang, sondern viel mehr über das Gefieder, durch Mimik und Gestik


10. Besonderheiten

1. Der „Kuckuck“ Ruf  des Männchens macht den Vogel allgemein bekannt. Er wird von hohen Warten von April bis Juli vorgertragen.

2. Brutparasit, der Kuckuck legt die Eier in ein fremdes Nest und lässt die Eier dann durch den Fremdvogel bebrüten. Die Kuckuckjungenaufzucht übernimmt ebenfalls der Fremdvogel. Das wenige Stunden alte Kuckucksjunge entfernt die Eier und Jungvögel der Wirtseltern und wächst allein im Nest heran.

3. Vogel des Jahres 2008


11. Steckbriefquellen

https://de.wikipedia.org/wiki/Kuckuck; https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/2008-kuckuck/07193.html#:~:text=Der%20Kuckuck%20ist%20ein%20Zugvogel&text=Damit%20zählt%20er%20zu%20den,Kilometer%20Flugstrecke%20auf%20sich%20nimmt.; https://www.sueddeutsche.de/bayern/wo-zum-kuckuck-kaept-n-kuck-im-anflug-1.2438665#:~:text=Der%20Kuckuck%20will%20einfach%20nur%20zurück&text=“Wir%20wissen%2C%20dass%20Kuckucke%20eine,Stundenkilometern%20haben“%2C%20sagt%20Erlwein.; https://altoetting.bund-naturschutz.de/natur-und-umweltthemen/biotop-und-artenschutz/artensteckbriefe/voegel/kuckuck#:~:text=Der%20Kuckuck%20wird%20im%202,verlassen%20uns%20meist%20im%20September.; https://www.bund-hessen.de/arten-entdecken/kuckuck/#:~:text=Der%20erwachsene%20Kuckuck%20hat%20aufgrund,%2C%20Wiesel%2C%20Fuchs%20und%20Dachs.; http://www.biologie-schule.de/kuckuck-steckbrief.php#:~:text=Der%20Kuckuck%20ist%20ein%20Einzelgänger,erspäht%20und%20anschließend%20direkt%20anfliegt.; https://tib.flowcenter.de; https://www.birdlife-ag.ch/Dokumente/Projekte/Kuckuck/Schuldossier/Zusätzliche-Infos-zum-Kuckuck.pdf; https://www.plantura.garden/gruenes-leben/voegel/wo-schlafen-voegel;    


12. Copyright Bild

Gudrun Neuser / https://www.instagram.com/gudrunneuser/?hl=de

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13. Autorinfo

Trotz sorgfältiger Recherche und Korrekturlesen können Fehler im Text auftreten. Falls Sie einen Fehler finden gerne Email an mich. Ich freue mich darüber, denn ich bin daran interessiert qualitativ hochwertige Artikel zu schreiben.