Einleitung – Den Eisvogel wahrzunehmen ist nicht ganz leicht, man könnte meinen bei seinem auffälligen Gefieder ist er leicht zu entdecken, doch das ist er nicht. Hinzu kommt das er sehr schnell fliegt. Einzig seine einzigartigen Laute helfen ihn einfacher zu entdecken. Aber nun zu der Frage wie schnell fliegt ein Eisvogel. 

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Geschwindigkeit Stoßtauchen – Wir betrachten zuerst einmal das Stoßtauchen. Hierbei sitzt er auf Ästen die etwa 1 bis 2 Meter über das Wasser ragen. Das Eisvogel Auge nimmt dabei 150 Eindrücke pro Sekunde wahr, das menschliche Auge nur etwa 50. Daher kann der Eisvogel Bewegungen hervorragend wahrnehmen. Sieht er dann einen Fisch, wird anvisiert und dann schießt er wie ein Pfeil mit gestrecktem Körper und angelegten Flügeln ins Wasser und taucht dabei bis zu 60 cm ein und binnen etwa einer Sekunde taucht er dann mit der Beute wieder auf, bleibt dann kurz mit ausgebreiteten Flügeln auf der Wasseroberfläche liegen und fliegt dann weg. Dabei erreicht er Eintauchgeschwindigkeiten bis 40 km/h!

Geschwindigkeit Horizontalflug – Der Eisvogel durchquert sein Revier gerne im horizontalen Flug etwa 30-50 cm über der Wasseroberfläche. Dabei erreicht er durchschnittlich Geschwindigkeiten bis etwa 60km/h. In Ausnahmefällen sind Geschwindigkeiten bis 90km/h beobachtet worden. Wenn man bedenkt das der Eisvogel Reviergrößen entlang von Gewässern mit bis zu 5 km besiedelt, kann er bei einer Geschwindigkeit von 60 km/h bereits in 5 Minuten sein Revier durchqueren. Seine hohe Geschwindigkeit ermöglicht dem jungen Eisvogel im Sommer Wanderungen bis 1000 km um neue Reviere zu finden. Als Zugvogel überwindet er sogar Strecken bis 4000 km, dies betrifft Eisvögel die in Osteuropa/Russland oder Mittelasien beheimatet sind. In Deutschland wird der Eisvogel aber immer mehr zum Standvogel, da die Winter milder werden. In Deutschland gibt es aber auch noch Eisvögel die Teilzieher sind. Darunter versteht man Vögel bei denen nur ein Teil der Population im Winter das Gebiet in Richtung Süden verlässt, der andere Teil bleibt im Brutgebiet. Zu meist sind es die Männchen die bleiben und die Weibchen oder Jungvögel machen sich Richtung Süden auf.

Artikelquellen:

1.https://www.fv-loeningen.de/downloads/eisvogelbroschuere.pdf

2.https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabude/nh/nh109.pdf

3.http://www.naturpark-holsteinische-schweiz.de/01_naturlandschaft/documents/Poster_2.pdf

4.https://wassersystem-augsburg.de/sites/default/files/medien/wasserleben_broschuere_2017_6.pdf

5.http://schwentine-eisvogel.info/steckbrief

6.https://birdlife.ch/sites/default/files/documents/arbeitsdossier_eisvogel.pdf

7.http://www.nw-unterricht.de/materialien/sportabzeichen/sportabzeichen15.pdf

8.https://www.wired.com/2016/01/alan-mcfadyen-kingfisher-dive/

9.https://natureg.hessen.de/resources/recherche/nah/voegel/na_vsw_014_steckbrief_eisvogel_stand_2008_11.pdf

10.https://de.wikipedia.org/wiki/Eisvogel

11.https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/aktionen-und-projekte/vogel-des-jahres/2009-eisvogel/10120.html#:~:text=In%20Deutschland%20ist%20der%20Eisvogel,sie%20diese%20aber%20wieder%20besetzt.