0. Überblick

1.Einordnung 2.Zahlen 3.Aussehen 4.Verbreitung 5.Ernährung 6.Feinde 7.Fortpflanzung 8.Verhalten 9.Sinne 10.Besonderheiten 11.Steckbriefquellen 12.Copyright Bild 13.Autorinfo

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1. Einordnung

Klasse: Säugetiere

Ordnung: Raubtiere

Familie: Hunde

Gattung: Vulpes

Art: Rotfuchs


2. Zahlen

Länge (ohne Schwanz):  bis zu 75 cm

Schwanzlänge:  bis zu 45 cm

Schulterhöhe:  bis zu 40 cm

Gewicht:  bis zu 8 kg

Unterschied Weibchen Männchen: Weibchen sind etwas kleiner als Männchen

Nahrungsbedarf pro Tag durchschnittlich: 150 – 300 g

Neugeborenenlänge: 10 -15 cm

Neugeborenengewicht: 100 g

Geschwindigkeit: max. 55 km/h

Sprungfähigkeit: bis zu 1,8 m hoch

Territorien Größe: Reviere in den Offenlandschaften sind 2-7 km² groß.

Lebenserwartung: Bis zu 10 Jahre.

Sterblichkeit Jungtiere: Die meisten Füchse sterben, bevor sie ein Jahr alt werden. Vor allem im Herbst und im Winter ist die Mortalität der Jungfüchse aufgrund der starken Bejagung und der Wanderung (erhöhte Zahl von Verkehrsopfern) hoch.

Bestand Deutschland: mehrere Millionen Tiere.

Bejagung in Deutschland: 2007/2008 wurden etwa 534000 Rotfüchse erlegt, das heißt in jeder Minute stirbt einer


3. Aussehen

Rotbraunes Fell. Weißfärbungen am Bauch, Wangen und Beininnenseiten. Er trägt ein Winterfell und ein Sommerfell. Das Sommerfell ist röter und kürzer und hat wesentlich weniger Unterwolle.


4. Verbreitung

Wo: Nordamerika, Europa, Asien, Australien. Rotfuchs ist der weltweit verbreiteste Wildhund. Herkunft Eurasien.

Lebensraum: Stadtrand (teilweise sogar in Städten), in Feld und Wald, Halbwüsten, Küsten und Hochgebirgen.

Gefährdung: Rotfüchse sind nicht gefährdet.

Jagd: Das Bundesjagdgesetz erlaubt eine ganzjährige Bejagung des Rotfuchses, führende Elterntiere genießen jedoch den Schutz während der Aufzuchtszeit. Ist ein Geheck komplett erlegt, darf auch das zugehörige Elternpaar bejagt werden. Einzelne Bundesländer haben andere Jagdzeiten für den Fuchs festgelegt.


5. Ernährung

Nahrung: Mäuse (gejagt durch den sogenannten „Mäusesprung“), Insekten, Regenwürmer, Vögel, Eidechsen, Fische, Frösche, Früchte, Fallobst, Beeren, Abfälle, und Aas. Jungwild wie Hasen, Rehkitze. Töten der Beute durch Genick- oder Kehlbiß, “totschütteln” wie beim Hund.

Wasserbedarf: Sein Wasserbedarf kann über lange Zeit alleine durch seine Nahrung gedeckt werden.

Typ: Allesfresser.


6. Feinde

Adler, Luchs, Wolf und vor Allem der Mensch durch Jagd und Wildunfälle.


7. Fortpflanzung

Geschlechtsreife: Nach 10-12 Monaten

Partnersuche: Polygam.

Paarungszeit: Dezember bis Februar auch Ranzzeit genannt. „Ranzbellen“ hört man während Paarungszeit.

Paardauer: Das Paar bleibt bis August zusammen.

Paarungsritual: In Paarungszeit treffen das Männchen auch Rüde genannt auf das Weibchen auch Fähe genannt. Paarung kann durch das „Hängen“ abgeschlossen werden.

Paarungsakt: Der angeschwollene Penis des Männchens bleibt bis zu einer Stunde in der Vagina des Weibchens. In dieser Zeit bleibt das Paar – in entgegengesetzte Richtungen blickend – fest verbunden.

Tragzeit: 50 Tage

Geburtstermin: April

Geburtsort: Fuchsbau-Fuchs gräbt seinen Bau nicht immer selbst, sondern bezieht auch gerne Dachs- oder Kaninchenbauen, die er ausbaut und erweitert. Teilweise bildet er Wohngemeinschaften mit den bereits vorhandenen Bewohnern (Dachs, Kaninchen). Der Bau ist aufgeteilt in einen Hauptbau, der tief unter die Erde geht und aus Wohnkammer und Wurfkessel besteht. Der Nebenbau besteht aus oberflächlicheren Höhlen und Gängen, in die er sich ausruht oder bei Gefahr hin flüchtet. Zusätzlich hat der Bau viele Fluchtröhren nach draußen. Ob ein Bau bewohnt ist, merkt man an dem starken Raubtiergeruch, der aus der Höhle strömt, aber auch an den mehr oder weniger frischen Knochenresten, die um den Eingang verteilt sind. Den Bau nutzen Füchse vor allem in der Paarungszeit und einige Wochen später, wenn sie ihre Jungen aufziehen. Im Sommer und Herbst suchen sie häufig auch an anderen Orten Deckung wie z.B. in Hecken und Feldern und nehmen gerne ein Sonnenbad.

Jungtiere: Die Augen sind noch geschlossen. Nach zwei Wochen öffnen sie die Augen. Die Jungen werden von der Fähe in den ersten 2-3 Wochen warm gehalten und gesäugt. In dieser Zeit bringt der Rüde Nahrung herbei, so dass die Mutter den Bau kaum verlassen muss. Mit etwa 3 Wochen beginnen die ersten Erkundungstouren außerhalb des Baus. Mit Beginn der vierten Woche bringen die Eltern erste feste Nahrung. Für die Welpen beginnt damit die Zeit der Entwöhnung vom Gesäuge. Nach 4 Monaten sind die Kleinen selbstständig und der Familienverband löst sich im August auf.

Jungtiermuttertrennung: nach 4 Monaten im August

Nachwuchs: einmal pro Jahr

Wurfgröße: 3-5 Jungtiere


8. Verhalten

Sozialstruktur: Füchse haben ein flexibles Sozialsystem. Die „Einzelgänger“ bzw. Paarformation findet sich genauso wie die Aggregation in Familiengruppen. Sie gehen allein auf Nahrungssuche. Zum Schlafen ziehen sie sich zurück in den Bau oder andere Verstecke. Jungfüchse verbringen viel Zeit mit Spielen, Fangen und Raufen.

Klettern: Rotfüchse sind keine sonderlich guten Kletterer und können lediglich einfache Kletteraufgaben bewältigen. Mit Katzen oder den exzellent kletternden Graufüchsen können sie es bei weitem nicht aufnehmen. Allerdings wurden Rotfüchse schon des öfteren auf Dächern oder (vergleichsweise leicht erklimmbaren) Bäumen gesehen.

Schwimmen: kann Gewässer durchschwimmen.

Aktivzeit: Vor Allem nachts und in der Dämmerung, aber auch manchmal am Tage.

Intelligenz: Gute Lernfähigkeit.


9. Sinne 

Dabei sind die Sinne in absteigender Reihenfolge, mit dem wichtigsten beginnend, sortiert.

Hören: Der Hörsinn des Fuchses ist besonderst gut ausgebildet. Mit Hilfe der trichterförmigen Ohren werden Geräusche noch zusätzlich verstärkt.

Riechen: Sein Geruchssinn ist 400 mal besser als der des Menschen.

Sehen: Der Sehsinn des Fuchses ist dem der Katze ähnlich. Die Pupillen bilden tagsüber einen Spalt und nachts ein Oval. Man nimmt an, dass Füchse wegen der geringen Anzahl von „Zapfen“ auf der Netzhaut farbenblind sind. Der Fuchs kann etwa einen Bereich von 260° (Sichtfeld) binokular überblicken. Um einen Streueffekt, der durch eine größere Linsenöffnung hervorgerufen wird, auszugleichen, besitzt der Fuchs hinter der Retina eine reflektierende Schicht, die „Tapetum lucidum“ bezeichnet wird. Mit ihr können Füchse auch bei Nacht erheblich besser sehen als wir. Obwohl der Fuchs nicht unbedingt auf seine Sehleistungen angewiesen ist (es wurden schon Füchse beobachtet, die es blind schafften, sich über mehrere Jahre sicher im Straßenverkehr zu bewegen), kann er schon Bewegungen wahrnehmen, die für Menschen noch lange nicht als diese Identifizierbar sind.

Tasten: Der Tastsinn des Fuchses ist reich ausgestattet: Er besitzt Tasthaare rund um den Fang, an den Backen, über den Augen und an den Pfotenballen. Die Tasthaare an den Pfoten dienen der Wahrnehmung von Erschütterungen, die den Fuchs entweder auf Beute oder auf eine Gefahr aufmerksam machen.

Geschmack: Über den Geschmackssinn ist nicht viel bekannt, man nimmt jedoch an, dass Füchse, obwohl sie zwar in Sachen Nahrung nicht gerade wählerisch sind, sehr wohl genießbares von ungenießbarem unterscheiden können.


10. Besonderheiten

1. Der Fuchs ist enorm anpassungsfähig und genügsam: Er verträgt Temperaturen von -30 °C (Russland) bis +35 °C (Australien).

2. Angst vor tollwütigen Füchsen muss zumindest in Mitteleuropa heute niemand mehr haben. Tollwut gilt in Mitteleuropa praktisch als ausgerottet.

3. Der Fuchs darf europaweit gejagt werden.

4. Der Rotfuchs ist das erfolgreichste Raubtier der Welt.

5. Der Fuchs gilt als typischer Kulturfolger, da er sich allen Lebensverhältnisse anzupassen vermag.


11. Steckbriefquellen

https://www.geo.de/geolino/tierlexikon/1736-rtkl-tierlexikon-rotfuchs#:~:text=Der%20Rotfuchs%20hat%20rotbraunes%20Fell,und%20die%20Ohren%20sind%20aufgerichtet http://www.biologie-schule.de/fuchs-steckbrief.php; https://www.deutschewildtierstiftung.de/wildtiere/fuchs; https://www.gutefrage.net/frage/wie-viele-fuechse-gibt-es-in-deutschland;

https://de.wikipedia.org/wiki/Rotfuchs https://www.peta.de/themen/fuechse/#:~:text=Füchse%20gehören%20zur%20Familie%20der%20Hunde%20(Canidae).,Füchsen%20nennt%20man%20„Rudel“;

https://www.tierforscher.ch/pdf/Fuchs_Dokumentation_Tierforscher.ch.pdf;https://de.wikipedia.org/wiki/Vulpes; 

https://www.jagdverband.de/zahlen-fakten/tiersteckbriefe/fuchs-vulpes-vulpes; http://www.wir-fuechse.de/ueber_fuechse/e.htm;https://tierauffangstation.de/rotfuchs/#:~:text=Das%20Geburtsgewicht%20eines%20Fuchswelpen%20liegt,Brustfleck%20und%20meist%20weißer%20Schwanzspitze.;http://www.fuechse.info/index.php?navTarget=faq/14_sinne.html; https://www.presseportal.de/pm/133833/4638032; http://klymiuk.info/seiten/rotfuchs.htm; https://www.deutschlands-natur.de/tierarten/saeugetiere/rotfuchs/; https://www.welt.de/wissenschaft/tierwelt/article4249467/In-Deutschland-wird-jede-Minute-ein-Fuchs-erlegt.html; 


12. Copyright Bild

Nico Sonnabend / www.instagram.com/nicosonnabend

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13. Autorinfo

Trotz sorgfältiger Recherche und Korrekturlesen können Fehler im Text auftreten. Falls Sie einen Fehler finden gerne Email an mich. Ich freue mich darüber, denn ich bin daran interessiert qualitativ hochwertige Artikel zu schreiben.