Einleitung

Wer jetzt denkt da kommt nun der Steckbrief vom Panther, so einfach ist es nicht. Denn den Panther gibt es als Tier nicht. Als Panther bezeichnet man entweder ein schwarzen Leopard oder ein schwarzen Jaguar. Es scheint weniger schwarze Jaguare als Leoparden zu geben. Jaguare leben in Zentral- und Südamerika, Leoparden in Asien und Afrika. Da das gezeigte Bild in Indien aufgenommen wurde handelt es sich um einen schwarzen Leoparden. Und daher folgt nun der Steckbrief des Leoparden.


Einordnung

Klasse: Säugetiere

Ordnung: Raubtiere

Familie: Katzen

Gattung: Eigentliche Großkatzen

Art: Leopard


Zahlen

Länge (ohne Schwanz): 90 – 190 cm

Schwanzlänge: 60 – 110 cm

Schulterhöhe: 40 – 80 cm

Gewicht: 40 – 90 kg (Männchen)30 – 60 kg (Weibchen)

Nahrungsbedarf pro Tag: 2,9 – 4,7 kg Fleisch

Neugeborenenlänge: 25 – 30 cm

Neugeborenengewicht: 400 -600 g

Geschwindigkeit: im Sprint bis zu 60 km/h

Sprungfähigkeit: bis zu 6 m weit und 3 m hoch

Kletterhöhe: in bis zu 15m hohe Bäume

Territorien Größe: 16 – 96 km² Männchen; 5 – 30 km² Weibchen (in kargen und beutearmen Regionen deutlich größer)

Lebenserwartung: 15 Jahre

Sterblichkeit Jungtiere: Im ersten Lebensjahr versterben zwischen 50 und 90 Prozent der Jungtier.

Bestand Deutschland: keine

Bestand Afrika: 700000 Tiere

Bestand Indien: 14000 Tiere

Bestand andere Regionen: 6000 Tiere

Bestand weltweit: etwa 720000 Tiere


Erscheinungsbild/Aussehen: Rosettenfell. Weiß, braun und schwarz. Schwärzlinge oder auch Panther oder schwarzer Panther gennante Tiere bekommen das schwarze Fell vererbt über ein einziges Gen. Das Gen wird rezessiv vererbt. Die Häufigkeit schwarzer Tiere ist gebietsweise sehr unterschiedlich, z.B. knapp 50% schwarze Leoparden auf der malaiischen Halbinsel und eine echte Seltenheit in den Savannen Afrikas, es wird vermutet das vor Allem in Dschungelgebieten schwarze Tiere häufiger auftreten.


Verbreitung: Afrika und Asien in mindestens 61 Ländern


Lebensraum: Regenwälder, Mangrovenwälder, Trockenwälder, Laubwälder, Mischwälder, Nadelwälder, Bergwälder, Sumpfwälder, Savannenwälder, Baumsavannen, Strauchsavannen, Langgrassavannen, schneereiche Regionen, Halbwüsten, Wüsten sowie in der Nähe der Menschen in den Tropen, Subtropen und der gemäßigten Zone in Höhenlagen von bis zu 5200 Metern


Ernährung

Nahrung: Affen, mittelgroße Huftiere und kleine Raubtiere (zur Not auch Vögel, Reptilien und Insekten)

Wasser: Falls sie ausreichend zu fressen haben nehmen sie soviel Wasser über die Nahrung auf das sie bis zu 10 Tage ohne Wasser auskommen.

Typ: Fleischfresser


Feinde: Löwe und Tiger


Fortpflanzung

Geschlechtsreife: mit 3 Jahren

Partnersuche: Polygam.

Paarungszeit: Januar und Februar (Asien). Das Paar bleibt etwa 9 Tage zusammen.

Paarungsritual: Zwischen den Männchen blutige teils tödliche Kämpfe. Das Paar beschnuppert sich gegenseitig, zärtliches Köpfchenreiben und gegenseitiges Ablecken. Auch kurze spielerische Kämpfe gehören zum Paarungsritual, bei welchem das Weibchen auch mal kräftige Pfotenhiebe austeilt.

Paarungsakt: Paarungsakt dauert 1 – 3 Minuten. Während der Ejakulation beißt der Kater der leise knurrenden Katze in den Nacken. An seiner Penisspitze befinden sich kleine Hornspitzen, welche zusammen mit dem Nackenbiss den Eisprung auslösen, jedoch für die Katze schmerzhaft sind. Nach dem Liebesakt faucht das Weibchen und schlägt mit der Tatze wild nach ihrem Liebhaber. Anschließend rollt sich die Leopardin zufrieden auf dem Boden hin und her, bevor sie in einen leichten Dämmerschlaf fällt. Der Kater liegt dicht neben ihr. Alle 15 Minuten findet mindestens ein Paarungsakt statt, circa 80-mal innerhalb von 24 Stunden.

Tragzeit: 12 -14 Wochen

Geburtstermin: Juni, Juli

Geburtsort: Höhle, Felsspalten, zwischen dichten Büschen

Jungtiere: Die kleinen Raubkatzen kommen blind, zahnlos und mit geschlossenen Augen zur Welt.

Säugungsdauer: 3 Monate

Jungtiermuttertrennung: im 2. Lebensjahr

Nachwuchs: alle 2 – 3 Jahre, nachdem der zuvor großgezogene Nachwuchs die Mutter verlässt

Wurfgröße: 2-6 Jungtiere


Verhalten

Sozialstruktur: Einzelgänger. Das Territorium wird gegen Artgenossen verteidigt. Abgesehen von der Paarungszeit achten sie sehr darauf keinen Artgenossen zu begegnen. Sie leben und jagen in einem festen Revier, das sie mit Urin und Kratzspuren kennzeichnen.

Beute machen: Lauerjäger und ein Meister im Anschleichen. Mit Geduld pirscht er sich langsam und vorsichtig an seine Beutetiere heran. Oder er liegt auf einem Ast, ein paar Meter über seiner Beute, und wartet auf seine Gelegenheit, zuzuschlagen.

Klettern: Der Leopard ist ein hervorragender Kletterer, der sogar seine Beute auf Bäume schleppt um sie vor anderen Raubtieren zu sichern. Leoparden verbringen viel Zeit in Bäumen. Oftmals schlafen sie auf einem Ast liegend. 

Schwimmen: Leoparden können schwimmen und tun das auch gerne.

Aktivzeit: typischerweise nachtaktiv, in manchen Regionen aber auch tagaktiv


Sinne

Sehen: Sehr gut tags wie nachts (wichtiges Sinnesorgan, tagsweise vergleichbar mit dem menschlichen Sehvermögen, nachts allerdings sechsfach besser wie beim Menschen)

Hören: Gut (hören 5 mal besser als Menschen)

Riechen: Sehr gut (vor Allem bei Reviermarkierung und Paarung wichtig)

Verständigung: Wenn weibliche Leoparden bereit sind, sich zu paaren, reiben Sie ihre Körper an Bäumen, um einen einzigartigen Duft zu hinterlassen. Ihre männlichen Artgenossen husten, wenn sie sich nach Aufmerksamkeit sehnen und schnurren, wenn sie zufrieden sind.


Gefährdung: Enthalten in der Vorwarnliste gefährdeter Arten.


Besonderheiten

1. Leopard ist nach Tiger, Löwe und Jaguar die viertgrößte Großkatze.

2. Zählen zu den Big Five, so nannten Jäger in Afrika schwer zu jagende Tiere. Die Big Five sind Elefant, Spitzmaulnashorn, Kaffernbüffel, Löwe und Leopard.

3. Bemerkenswert ist die enorme Kraft, beispielsweise die Fähigkeit bis zu 100 kg schwere Tiere in mehrere Meter hohe Bäume zu transportieren.


Steckbriefquellen

https://blog.wwf.de/panther/; https://de.wikipedia.org/wiki/Leopard; https://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/leoparden-allgemein; https://raubkatzen.page4.com/leopard/leopardenbabys__kind/; https://raubkatzen.page4.com/leopard/geburt_eines_leopard/#:~:text=2%20-%206%20Jungtiere%20bringt%20eine,mit%20geschlossenen%20Augen%20zur%20Welt.; https://herz-fuer-tiere.de/wildlife/wildtier-lexikon/wildtierarten-mit-l/leopard; https://www.swr.de/naturwunder/thema-2-seltene-jaeger-auf-samtpfoten/-/id=1223312/did=15478412/nid=1223312/1pb41q4/index.html; https://www.geo.de/geolino/tierlexikon/16390-rtkl-tierlexikon-leopard; https://de.wikibooks.org/wiki/Wikijunior_Großkatzen/_Leopard; https://www.tierchenwelt.de/raubtiere/3159-leopard.html#:~:text=Leoparden%20schwimmen%20gerne&text=Aber%20die%20wenigsten%20tun%20es,wenigen%20Raubkatzen%2C%20die%20gerne%20schwimmen.; https://www.junior.de/tiere/junior_tierlexikon/index.php?animal_id=995; https://blog.rhinoafrica.com/de/2018/05/21/weshalb-wir-leoparden-lieben-wissenswerte-fun-facts/; https://de.wikipedia.org/wiki/Big_Five_(Safari) 


Copyright Bild: Marion Vollborn / http://www.tierundnaturfoto.de


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