Einleitung Ein Graureiher beim erfolgreichen Fischfang, perfekt in Szene gesetzt und knackscharf! Alle Details zum Bild im folgenden Interview mit Moritz Prüß.

0. Ein paar Fakten zum Tier?

Der Graureiher wird auch gerne Fischreiher genannt, warum sieht man sehr schön auf dem Foto. Körperlänge 1m, Gewicht 1,5kg, Flügelspannweite 2m. Schreitvogel. Er ist alleine auf Nahrungssuche. Monogam. Nester in Laub- oder Nadelbäumen. 4-5Eier. Fortpflanzung März bis Juni. Brüten gerne in Kolonien. In Deutschland Standvogel. Nahrung sind hauptsächlich Fische und Mäuse. Er fischt in Flachwasserzonen. Alter bis zu 25Jahre. Abflug wird mit Sprüngen eingeleitert.

1. Kurzbeschreibung wer du bist?

Hallo, mein Name ist Moritz Prüß, ich komme aus dem schönen Schleswig-Holstein im Norden der Republik. Ich bin 30 Jahre alt. Mein Hobby ist die Naturfotografie. Angefangen mit einer alten Olympus Kamera knipste ich wie fast jeder wohl alles was mir vor die Linse kam. Schnell merkte ich aber den Hang zur Natur- und Tierfotografie was mich immer mehr begeisterte. Nun beschäftige ich mich schon seit über 10 Jahren damit.


2. Welches Tier foto-/videografierst du am Liebsten und war dein Tiermoment des Lebens?

Ich mag es speziell alle Arten von Vögeln zu fotografieren, wobei ich gerne auch die ganze Bandbreite der

Heimischen Tierwelt zeigen möchte. Ein bestimmten Tiermoment in meinem Leben gibt es so nicht. Es gibt

immer wieder welche. Ich denke, der „eine“ Tiermoment wird früher oder später von einem neuen Moment

abgelöst.


3. Mit welcher Fotoausrüstung (Kamera und Objektiv) und Bildeinstellung (Belichtungszeit, Blende, ISO, KB Brennweite) entstand dein Bild/Video?

Mit meiner Fotoausrüstung ist es schnell erzählt. Den Graureiher nahm ich mit einer Canon EOS 5D MK IV

mit der Festbrennweite des Sigma 500er f4 plus einen 1,4x Telekonverter auf. Insgesamt lag ich damit bei

stolzen 700mm Brennweite. Die Einstellungen lagen im Manuellen Modus mit einer Belichtungszeit von 1/640s. Dazu eine Blende f6.3 um etwas mehr Schärfe im Bild durch den zusätzlichen Konverter zu haben. Der ISO lag bei 1600.


4. In welcher Position warst du beim Fotografieren – sitzend, liegend, stehend,…?

Um diese Aufnahme zu machen, lag ich flach auf dem Boden am Gewässer. Mein Plan war es wirklich auf

Augenhöhe mit dem Reiher bzw. auf Höhe der Wasseroberfläche zu kommen.. Ohne das wäre so eine

Bildkomposition nicht möglich gewesen.


5. Zu welcher Uhrzeit und Datum entstand dein Bild?

Aufgenommen wurde das Bild zur Mittagssonne. Das hätte ich nicht gedacht. Es entstand am 28.04.2020 um 12:40 Uhr.


6. Wo entstand dein Bild?

Bei mir auf dem Lande in meinem „Fotorevier“.


7. Welches Tier und welche Tätigkeit des Tieres ist zu sehen?

Ein Graureiher beim erfolgreichen Fischfang.


8. Woher wusstest du das dieses Tier sich an diesem Ort aufhält?

Ich hatte das Tier selbst aufgeklärt und im Vorfeld erkundet.


9. Wie war der Moment vorbereitet oder passierte es spontan?

Ich hatte ihn an einigen Tagen schon öfter dort gesehen. Deshalb versuchte ich mein Glück. Bei meinem

Streifzug durchs Fotorevier hatte ich spontan die Möglichkeit diesen Moment festzuhalten.


10. Was fasziniert dich besonders am Tier?

Die Ruhe und Gelassenheit. Ich finde, der Graureiher hat Geduld ohne Ende und kann stundenlang im

Wasser stehen um auf den perfekten Moment zu warten.


11. Was ist der wichtigste Tipp den perfekten Tiermoment zu erleben?

Kann ich nicht so pauschal sagen, ob es DEN Tipp gibt. Einfach rausgehen, denn es kann immer und

jederzeit passieren, sogar von einer Sekunde auf die nächste.


12. Durch wen wurdest du für die Tierfotografie inspiriert?

Gibt es einige, kann man so gar nicht pauschal sagen.


13. Werbung in eigener Sache – Referenz und Werbung für dich selbst angeben, z.B. Webseitenadresse, …?

Meine Fotos und vieles mehr sind auf meiner Webseite zu finden unter: www.moritzpruess.de

oder ich bin auch bei Instagram zu finden https://www.instagram.com/moritz.pruess_naturfotografie/


14. Wenn wir in die Zukunft schauen wie siehst du den Zustand deines abgelichteten Tieres in 30 Jahren bei uns in Deutschland?

Das ist erstmal sehr schwer vorstellbar. Wenn ich mir den aktuellen Stand angucke wie mit der Natur in

Deutschland umgegangen wird, sehe ich einen Abwärtstrend. Sei es von erschließen neuer Bebauungsflächen oder der intensiven Landwirtschaft. Dort muss ein Gleichgewicht geschaffen werden, sodass die Wildtiere und der Mensch im Einklang leben können. Fakt ist, es muss mehr auf die Natur, die Tierwelt bzw. die gesamte Umwelt geachtet werden. Denn ich kann mir vorstellen, dass in den nächsten 30 Jahren und länger das ein oder andere Tier nicht mehr in vielen Regionen oder gar nicht mehr in Deutschland zu finden ist. Welche es sind hängt natürlich von vielen Faktoren ab. Daher Augen auf in der Natur.

15. Durch was verdienst du als Tierfotograf Geld oder ist es Hobby?

Es ist bist jetzt nur ein Hobby zurzeit, aber vielleicht kommt da ja noch was.


16. Was ist dein nächster Wunschtiermoment?

Einen Bartkauz in freier Wildbahn fotografieren zu können.


17. Was für eine Autofokuseinstellung hast du benutzt?

Ich nutze Canon-Equipment, daher fotografierte ich im AI-SERVO Modus dazu mit einem Autofokusfeld

um genaue Präzision zu haben.